Was bedeutet das für Ihr Business?
Microsoft passt per 1. Juli 2026 die Preise vieler Microsoft 365- und Office 365-Pläne an. Die Erhöhungen reichen von rund +5% bis +43% und betreffen die Enterprise-, Business- und Frontline-Suites sowie zahlreiche Einzelprodukte. Bestandskunden behalten ihre aktuellen Preise bis zur Vertragsverlängerung. Wer nach dem Stichtag verlängert, zahlt automatisch die neuen Tarife.
Kurzüberblick: Microsoft erhöht die Preise über eine breite Palette von SKUs. Das auffälligste Muster:
Varianten ohne Microsoft Teams steigen proportional stärker als Teams-inklusive Pakete. Gleichzeitig steigen mehrere Einzelprodukte stark an, oft ohne begleitende Funktionsverbesserungen (Beispiele aus der Ankündigung: M365 Apps per User/Device +17%, Apps for Business +21%, Entra Plan 1 +16%, Entra Plan 2 +11%, Windows E5 +9%). Einige SKUs (z. B. EMS E3, Windows E3, Windows Enterprise per Device) wurden mit neuen Funktionen angekündigt, doch besonders die Erhöhung um +31% bei Windows Enterprise per Device fällt ins Auge.
Warum dieser Schritt? Microsoft verfolgt mehrere strategische Ziele:
· Bundles attraktiver machen: Höhere Aufschläge auf No-Teams-Varianten und Einzelprodukte schaffen Anreize, auf umfassendere Suites mit Teams umzusteigen.
· Vertrieb und Lifecycle-Management vereinfachen: Grössere Suites erleichtern Upselling, Abrechnung und Kundenbindung.
· Margenschutz und Standardisierung: Einige Erhöhungen dienen dem Margenschutz und der Produktpolitik, nicht der Funktionserweiterung.
Welche Auswirkungen haben diese Änderungen?
Unternehmen mit vielen einzelnen SKUs oder mit Verlängerungsdaten nach dem 1. Juli riskieren erhebliche Zusatzkosten. Gleichzeitig steigt der Druck, Bundles zu bewerten, Lizenzlandschaften zu konsolidieren und Verlängerungen aktiv zu steuern.
Was können Sie dagegen tun?
· Prüfen Sie Ihr Vertragsdatum: Verträge, die nach dem 1. Juli enden, unterliegen den neuen Preisen.
· Führen Sie eine Portfolioanalyse durch: Identifizieren Sie Nutzung, Überschneidungen und Sparpotenzial (oft 15–30%).
· Rechnen Sie Szenarien durch: Vergleichen Sie die Kosten von Suites gegenüber Einzelprodukten über die Vertragslaufzeit, inklusive Migrationsaufwand.
· Reduzieren Sie den Bedarf: Stufen Sie unnötige Lizenzen herunter oder kündigen Sie sie.
· Prüfen Sie ein Price-Lock-in: Eine vorzeitige Verlängerung kann die aktuellen Preise sichern. Prüfen Sie die Konditionen sorgfältig (die Bindungsdauer variiert je nach Vertrag/Verhandlung).
· Nutzen Sie Vertragsklauseln: Prüfen Sie EA-/Partner-Konditionen, Rabatte und Anpassungsklauseln.
· Ziehen Sie Alternativen nur in Betracht, wenn sie wirklich vorteilhaft sind: Ein Wechsel zu anderen Anbietern ist nur bei einem klaren funktionalen und finanziellen Vorteil sinnvoll.
Sollte ich mir Sorgen machen?
Ja, wenn Ihre Verlängerung nach dem 1. Juli fällt, Sie viele einzelne SKUs nutzen, Ihr Budget knapp ist und Ihre Lizenzlandschaft fragmentiert ist. In diesen Fällen sind messbare Zusatzkosten wahrscheinlich, wenn Sie nicht handeln.
Wie kann ein Partner helfen?
1. Ein erfahrener Microsoft-Partner kann den Prozess beschleunigen und Ihre Verhandlungsposition verbessern. Typische Leistungen umfassen:
2. Portfolio-Scan zur Identifizierung ungenutzter Online Services und von Sparpotenzial.
3. Szenario- und Kostenmodelle: konkrete Vergleiche zwischen Suites und Einzelprodukten, inklusive Investitionsplanung.
4. Unterstützung bei Verlängerung und Verhandlung: Vorbereitung, Argumentation und Begleitung in Gesprächen mit Microsoft/Resellern.
5. Vertragsprüfung: Bewertung von EA-/Partner-Sonderkonditionen, Price-Lock-in-Optionen und rechtlichen Risiken.
6. Implementierungsplanung: Migration, Tests, Change Management und Rollout.
7. Monitoring & Alerts: laufende Verfolgung weiterer Packaging-/Preisankündigungen und Verlängerungs-Alerts.
Praxisbeispiel (Enterprise Scope)
Ein internationales Unternehmen mit 8'000 Usern hatte ein gemischtes Setup aus Microsoft 365 E3 (6'000 User), M365 Apps per User (1'200 User) und separaten Entra-Lizenzen (800 User). Bei einer Verlängerung nach dem 1. Juli wären M365 Apps um +17% und Entra Plan 1 um +16% gestiegen; zudem waren 2'000 Geräte über Windows Enterprise per Device (+31%) abgedeckt.
Vorgehen und Ergebnis nach Partner-Intervention:
· Ein Portfolio-Scan schuf vollständige Transparenz; 18% der M365 Apps-Lizenzen waren ungenutzt.
· Eine Szenariorechnung verglich den aktuellen Mix mit einem Übergang zu einheitlichen Microsoft 365 E3/E5 für Knowledge Worker und Frontline-Bundles für die übrigen.
· Zu den Massnahmen gehörten: selektive vorzeitige Verlängerungen und vertragliche Verhandlungen für kritische Gerätelizenzen, Volumenrabatte auf E3/E5, Herunterstufen/Kündigen ungenutzter M365 Apps-Lizenzen sowie die Migration eigenständiger Entra-Lizenzen in die Suite-Abdeckung.
Ergebnisse (jährlich, gerundet):
· Direkte Einsparungen bei den Lizenzkosten von rund 15–25% gegenüber «keine Massnahme + neue Preise».
· Reduktion der sofortigen Zusatzkosten für Windows Enterprise per Device durch gezielte vorzeitige Verlängerungen oder vertragliche Vereinbarungen (Bindungsdauer und Konditionen je nach konkretem Vertrag/Verhandlung).
· Operative Vereinfachung: weniger SKU-Typen, klarere Upgrade-Pfad-Strategie, reduzierter administrativer Aufwand.
Fazit: Die Preisänderungen per 1. Juli 2026 sind mehr als Standardanpassungen – sie verschieben die wirtschaftlichen Anreize deutlich zugunsten umfassender Microsoft-Bundles und erhöhen die Dringlichkeit eines aktiven Lizenzmanagements. Überprüfen Sie jetzt Ihre Lizenzsituation, analysieren Sie Ihre Nutzung und holen Sie Szenariorechnungen ein. Mit einem erfahrenen Partner an Ihrer Seite gewinnen Sie Tempo, Transparenz und eine stärkere Verhandlungsposition.