Zu Beginn des Jahres 2026 ist die Ära der „ausgehandelten Komplexität“ bei der Microsoft-Lizenzierung offiziell beendet. Über zwei Jahrzehnte lang war das Enterprise Agreement (EA) das Fundament der IT-Beschaffung für Unternehmen. Aber bis heute hat sich dieses Fundament verschoben.
Der Übergang, den Microsoft Ende 2024 beschleunigt hat, hat seinen Höhepunkt erreicht. Für Unternehmen, die immer noch an veralteten Strukturen festhalten, ist der Verlängerungszyklus im Jahr 2026 kein routinemässiger Papierkram mehr: Er stellt ein erhebliches finanzielles Risiko dar. Bei Zation beobachten wir einen Trend: Unternehmen werden in das Microsoft Customer Agreement (MCA)-Framework gedrängt, oft ohne zu merken, dass sich die Spielregeln grundlegend geändert haben.
Um Ihre aktuelle Rechnung zu verstehen, müssen Sie sich die Roadmap der letzten 18 Monate ansehen.
Wenn Sie heute einen Enterprise Agreement verlängern, werden Sie höchst wahrscheinlich mit einer „Level A“ -Preisliste konfrontiert, unabhängig davon, ob Sie 500 oder 50.000 User haben. Die Rabatte von 10 bis 15%, die große Unternehmen (Stufen C und D) früher für selbstverständlich hielten, sind aus der Standardpreisliste weitgehend verschwunden.
Um den richtigen Weg zu wählen, müssen Sie nicht nur auf den Preis pro Sitzplatz achten. So schneiden die drei Hauptmodelle auf dem aktuellen Markt ab:

Der Tod von FromSA und LicSA
In der alten EA-Welt nutzten viele Kunden from SA (von Software Assurance) SKUs. Dabei handelte es sich um stark reduzierte Lizenzen, mit denen Kunden für ihre bisherigen Investitionen belohnt werden. In MCA-E und CSP existieren diese SKUs nicht. Sobald Sie migrieren, wechseln Sie in ein Abo-Modell. Für ein Unternehmen, das 15 Jahre damit verbracht hat, Eigenkapital mit lokalen Lizenzen aufzubauen, kann sich dieser Übergang wie der Verlust eines Vermögenswerts anfühlen. Die durchschnittliche Auswirkung liegt bei 15%, wenn wir FromSA-Preise mit dem Abo-Modell vergleichen
Die starre 3-Jahres-SKU-Falle
Microsoft führte 3-Jahres-SKUs für online Services im MCA-E ein, um Preisstabilität zu gewährleisten. Es gibt jedoch einen gefährlichen Haken: Flexibilität gibts nicht! In einem klassischen EA könnte man beim jährlichen Anniversary die Anzahl der Sitzplätze reduzieren ( „True-Down“). Im MCA-E verpflichten Sie sich beispielsweise für drei Jahre für 10.000 M365 E5 Subscriptions und diese werden Ihnen für die Dauer der Laufzeit in Rechnung gestellt. Es gibt keine jährlichen Reduktionsmöglichkeiten. Wenn Ihr Unternehmen eine Abteilung verkleinert oder veräussert, bleiben Ihnen wortwörtlich „Regalware“ übrig, für die Sie vertraglich verpflichtet sind und zahlen müssen.
Der Unified Support „Multiplier“
Der vielleicht am meisten übersehene Preis ist Unified Support. Da die Gebühren für Unified Support als Prozentsatz Ihrer gesamten Microsoft-Ausgaben berechnet werden, hat jeder Dollar, der durch den Wegfall von Mengenrabatten zu Ihrer Lizenzrechnung hinzukommt, einen „Multiplikatoreffekt“.
Im Jahr 2026 ist das „Wer“ genauso wichtig wie das „Was“.
Direkt mit Microsoft (MCA-E/EA)
Sie haben es mit einer Verkaufsmaschine zu tun, die von standardisierten Metriken angetrieben wird. Diese Verträge sind für die Top-Tier Accounts der Microsoft gedacht und können weiterhin verhandelt werden.
Über Partner (CSP)
Das CSP-Modell ermöglicht eine traditionellere Geschäftsbeziehung. Partner haben ihre eigenen Margen und können oft einen Teil dieser Marge in Form von niedrigeren Preisen oder gebündelten Dienstleistungen „zurückgeben“, um Ihr Geschäft zu gewinnen. Im Jahr 2026 beobachten wir, wie viele Unternehmen „standardisierte“ Workloads (wie M365) auf einen CSP verlagern und gleichzeitig komplexe Azure-Workloads in MCA-E belassen. Ein Hybrides Set-up ist durchaus möglich.
Die Umstellung auf MCA-E verändert den Geldfluss. In einem CSP bezahlst du deinen Partner, in einem EA hast du Microsoft bezahlt, aber über einen Partner bestellt. In einem MCA-E, zahlen Sie Microsoft direkt. Das klingt zwar einfach, erfordert aber oft eine komplette Überarbeitung des Beschaffungsprozesses. Das direkte Fakturierungssystem von Microsoft ist automatisiert und starr. Wenn Ihr interner Bestellprozess nicht perfekt auf die digitalen Abrechnungszyklen abgestimmt ist, können Dienste automatisch ausgesetzt werden. Ein Risiko, das viel geringer war, wenn ein Partner als „Puffer“ fungierte.
So schützt Zation Ihr Budget
In dieser neuen Realität ist der „Standardpreis“ selten der beste Preis. Bei Zation sind wir darauf spezialisiert, die versteckten Kosten der MCA-Umstellung zu identifizieren.
Navigieren Sie nicht alleine durch die Lizenzwelt von 2026. Wenn Sie vor einer bevorstehenden Verlängerung oder einer erzwungenen Migration zu MCA-E stehen, lassen Sie uns sicherstellen, dass Sie nicht die „Standardpreiserhöhung“ zahlen (in der Regel 30-45% über einen Zeitraum von 3 Jahren).