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Leitfaden

Microsoft 365 E3 vs E5

Was E5 wirklich hinzufügt, wann sich der Wechsel rechnet, und warum ein einheitlicher Rollout meist die teuerste Antwort ist.

Microsoft 365 E5 ergänzt E3 um Komponenten für Security, Compliance, Analytics und Telefonie, für rund zwanzig Dollar mehr pro Nutzer und Monat auf Microsofts Liste. Der Wechsel rechnet sich, wenn Sie zwei oder mehr dieser Komponenten sonst separat kaufen würden und das Abgelöste tatsächlich abschalten. Er rechnet sich nicht, wenn er einheitlich an eine Population ausgerollt wird, die die Premium-Komponenten nie berührt — und genau so wird E5 am häufigsten eingeführt.

Aktualisiert am

Was E5 wirklich hinzufügt

Die dritte Spalte entscheidet: wer die Komponente wirklich braucht, nicht wer aktuell dafür lizenziert ist.

Komponente Was es ersetzen kann Wer es wirklich braucht
Defender for Endpoint P2 und Defender for Office P2 Ein Drittanbieter-EDR- und E-Mail-Security-Produkt Die ganze Umgebung, wenn Sie es einführen. Diese Komponente rechtfertigt E5 am häufigsten allein — aber nur, wenn das bestehende Werkzeug tatsächlich abgelöst wird.
Entra ID P2 Privileged Identity Management und risikobasierter bedingter Zugriff Administratoren und privilegierte Rollen. Prüfungen finden regelmässig, dass nur eine Minderheit der lizenzierten P2-Plätze überhaupt eine P2-Funktion nutzt.
Purview eDiscovery Premium und Insider Risk Externe eDiscovery-Werkzeuge und manuelle Compliance-Arbeit Legal, Compliance und HR. Eine kleine Gruppe — und eine, bei der die Kosten pro Platz neben den Kosten einer externen Prüfung keine Rolle spielen.
Power BI Pro Einen separat gekauften Power-BI-Pro-Platz Wer Berichte baut oder konsumiert. Leicht zu zählen und oft bereits separat gekauft — womit es doppelt bezahlt wird.
Teams Phone Eine Telefonanlage oder einen separaten Anrufplan Nur dort, wo Telefonie wirklich auf Teams umgezogen ist. Ein ungenutzter Teams-Phone-Anspruch ist das deutlichste Zeichen, dass ein E5-Rollout lizenziert, aber nie eingeführt wurde.

Lesen Sie die mittlere Spalte als Verpflichtung, nicht als Funktion. E5 wird nur dann günstiger als E3 plus Add-ons, wenn die abgelösten Produkte tatsächlich abgeschaltet werden. Eine Umgebung, die Defender neben dem bisherigen Endpoint-Werkzeug betreibt, hat E5 gekauft und die Kosten behalten, die es beseitigen sollte.

Die Entscheidung, in einer Frage

Wie viele dieser fünf Komponenten würden Sie ohnehin kaufen? Ab zwei ist E5 meist das günstigere Instrument. Bei einer gewinnt fast immer eine E3-Basis mit genau diesem Add-on. Bei null lautet die Frage nicht E3 gegen E5, sondern warum überhaupt jemand E5 hält. Die Antwort muss aus der Nutzung pro Service Plan kommen, denn jedes andere Signal — Kopfzahl, Abteilung, Funktion, letzte Anmeldung — sagt Ihnen, dass die Population aktiv ist, und das war nie die Frage.

Fragen, beantwortet

Was kostet E5 gegenüber E3?+
Auf Microsofts veröffentlichter Liste liegt Microsoft 365 E5 nach der Anpassung vom 1. Juli 2026 rund zwanzig Dollar pro Nutzer und Monat über E3 — also etwa 250 Dollar pro Nutzer und Jahr. Nehmen Sie das als Grössenordnung, nicht als Ihre Zahl: Schweizer Kunden kaufen gegen eine eigene CHF-Liste, und massgeblich sind die Konditionen Ihres Vertrags. Die Entscheidung hängt ohnehin selten am Listenpreis, sondern daran, wie viele Add-ons Sie sonst kaufen würden.
Wann lohnt sich der Wechsel eindeutig?+
Wenn Sie sonst zwei oder mehr der E5-Komponenten als Add-on kaufen würden — und wenn Sie das, was sie ersetzen, auch wirklich abschalten. Ein Drittanbieter-EDR, das neben Defender bestehen bleibt, bedeutet, dass Sie beides bezahlen. Diese eine Entscheidung wiegt meist schwerer als der ganze Lizenzvergleich.
Sollen alle denselben Plan bekommen?+
Fast nie — und genau hier liegt das meiste Geld. Ein einheitlicher E5-Rollout zahlt Premium-Konditionen für Personen, die keine Premium-Komponente berühren; ein einheitliches E3 lässt Legal, Compliance und Administratoren ohne Werkzeuge, die sie brauchen. Die übliche Antwort ist eine E3-Basis mit gezielten Add-ons — oder E5 für eine definierte Gruppe und E3 für den Rest. So oder so muss die Aufteilung pro Benutzer und pro Service Plan begründet werden, nicht pro Abteilung.
Wir haben bereits E5. Wie prüfen wir, ob das richtig war?+
Messen Sie die Adoption der Komponenten, für die Sie extra zahlen, Service Plan für Service Plan: erfasst Defender tatsächlich Endpunkte, ist PIM im Einsatz, ist die Telefonie umgezogen, wird Power BI Pro genutzt. Wo die Antwort für eine Gruppe durchgehend Nein lautet, ist das eine E3-Population mit E5-Lizenz — ein Downgrade-Kandidat, kein Compliance-Problem.
Können wir unterjährig herabstufen?+
Meist nicht. In der New Commerce Experience lässt sich eine Menge nur innerhalb von sieben Tagen nach Kauf, Verlängerung oder Aufstockung reduzieren. Eine Downgrade-Entscheidung muss deshalb vor dem Verlängerungsdatum belegt und abgestimmt sein — sonst ist der Fund richtig und für eine weitere volle Laufzeit unbrauchbar.

Finden Sie heraus, wer wirklich E5 braucht

Evidenz pro Benutzer und pro Service Plan statt einer abteilungsweiten Annahme.

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